Am 06. März 2022 gab die Mohammed bin Salman Stiftung „Misk“ Pläne für die Prinz Mohammed bin Salman Nonprofit City in Riyadh bekannt. Die neue Stadt soll die Entwicklung des Non-Profit-Sektors auf internationaler Ebene vorantreiben - ein weltweit einmaliges Konzept. - Am gleichen Tag gab es Cloud Seeding Konferenz.
Nonprofit City wird finanziell durch den Kronprinzen entwickelt und steht unter seiner Schirmherrschaft. Die Stadt ist 3,4 qkm groß und grenzt im Norden an das Wadi Hanifa. Die Gewerbeflächen betragen ca. 306.000 qm, die Zahl der Beschäftigten wird auf rund 20.000 geschätzt. Etwa 99.000 qm sind für Einzelhandel, Unterhaltung und Gastronomie vorgesehen. Aus dem von Misk vorgestellten Masterplan geht hervor, dass es Wohngebiete mit 500 Villen und Stadthäusern sowie 6.000 Wohnungen unterschiedlicher Größe geben soll. Insgesamt sollen sie Platz für fast 18.000 Einwohner bieten. „Die Stadt verkörpert eine auf den Menschen ausgerichtete, fortschrittliche, digitale Metropole, die nachhaltig und fußgängerfreundlich gestaltet ist", heißt es in der Erklärung von Misk. „Mehr als 44 Prozent der Gesamtfläche der Stadt werden Grünflächen gewidmet sein, um die nachhaltige Entwicklung weiter voranzutreiben. Einzelheiten über die laufende Entwicklung und den Fortschritt der Prince Mohammed bin Salman Nonprofit City werden in den kommenden Monaten bekannt gegeben", so die Stiftung. Die Stadt wird auch als Inkubator für ehrenamtliche Jugendgruppen sowie für lokale und internationale gemeinnützige Einrichtungen dienen.
Angesichts all der neuen Projekte im Königreich, die auch die Hauptstadt und ihre Umgebung (z. B. Qiddiyah) betreffen, fragt man sich, wie der steigende Wasserbedarf gedeckt werden soll. Schließlich gibt es weder permanente Flüsse noch Seen und mit durchschnittlich 100 mm Niederschlag pro Jahr gilt das Königreich als eines der niederschlagsärmsten Länder der Welt. Daher befasst sich das Nationale Zentrum für Meteorologie mit dem Thema „Cloud Seeding“, also dem „Impfen“ von Wolken, um künstlich Regen zu erzeugen. Vereinfacht gesagt: Cloud Seeding ist eine Technologie, bei der Leichtflugzeuge oder Drohnen bestimmte Chemikalien in Wolken absetzen. Dies bewirkt, dass die Wolken sich „abregnen“.
Geschäftsführer des Nationalen Zentrums für Meteorologie ist Ayman Ghulam. Bei einer Konferenz - ebenfalls am 06. März in Riyadh - sagte er: „Cloud Seeding ist eine der vielversprechendsten Lösungen für Saudi-Arabien. Derzeit ist das Land in hohem Maße auf Grundwasser und entsalztes Meerwasser angewiesen, um seinen Wasserbedarf zu decken, der in den letzten Jahren um ein Vielfaches gestiegen ist, da das Königreich massive Bauvorhaben durchführt, um mit der wachsenden Bevölkerung Schritt zu halten. Die saudi-arabischen Behörden haben nach anderen Wasserquellen gesucht und deren Nutzung maximiert, was als integraler Bestandteil der Vision 2030 gilt. Das Nationale Programm für künstlichen Regen, das mit der saudi-arabischen Green-Initiative verbunden ist, soll in diesem Jahr anlaufen und fünf Jahre lang fortgesetzt werden. Das Programm zielt darauf ab, die Niederschlagsmenge um bis zu 20 Prozent gegenüber der derzeitigen Rate zu erhöhen“.
Die VAE haben schon Erfahrungen gesammelt: Sie gehören zu den ersten Ländern in der Region, die mit Cloud Seeding experimentieren. Diese Technologie wurde schon in den 1940-er Jahren erfunden, wurde weltweit ausprobiert und ist bis heute umstritten.
Text: Barbara Schumacher, Journalistin, Beiratsmitglied der Deutsch-Arabischen Gesellschaft (DAG). Fotos: Misk
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