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08.04.2015

 

Leserbrief zu "Iran will Atomprogramm einschränken" im Generalanzeiger vom 04.04.2015

 

 

An Bonner General-Anzeiger

 

 

Sehr geehrte Damen und Herren,

 

ich bitte um Veröffentlichung des nachstehenden (evtl. gekürzten) Leserbriefs, weil er wesentliche, vor allem  israelische Aussagen enthält:

 

Es ist erfreulich, daß hier ein Konflikt auf diplomatische Weise gelöst wird. Netanjahus Behauptung, daß dadurch Israels Existenz gefährdet würde, hat nichts mir der Realität zu tun. Dem israelischen Ministerpräsidenten kommt nur ein Feindbild abhanden, das er benötigt, um von internen Problemen und dem Konflikt mit den Palästinensern abzulenken. Ein Atomwaffenangriff auf Israel würde zudem nicht nur die jüdischen Israelis, sondern auch die Palästinenser und die arabische Bevölkerung in den angrenzenden Staaten treffen, so daß er sich schon in dieser Hinsicht verbietet.

 

Dem Iran wurde immer vorgeworfen, bei seinem Atomprogramm getrickst und getäuscht zu haben. Aber genau das hat auch Israel getan, wie der israelische “Whistleblower” Mordechai Vanunu enthüllt hatte.  Bezüglich der israelischen atomaren, biologischen und chemischen Massenvernichtungswaffen gilt: Nichts hören, nichts sehen und nichts sagen. Statt dessen werden die Gefahren durch einen atomar gerüsteten Iran vollkommen übertrieben, denn jeder Staat, der Israel atomar angreifen würde, würde Selbstmord begehen, wie in den nachstehenden Aussagen israelischer Experten und Journalisten bekräftigt wird. Israel ist zudem durch seine “Eiserne Kuppel” sehr gut vor Raketenangriffen geschützt. Und durch die von Deutschland gelieferten U-Boote hat Israel eine unverwundbare Zweitschlags-Kapazität. Aus Israel wurde gerade bekannt, daß Deutschland (klammheimlich) ein weiteres hochmodernes U-Boot für die Ausrüstung mit Atomwaffen an die israelische Marine geliefert hat.

 

Eine mögliche Bedrohung durch Irans Atomprogramm wurde im Jahre 2010 intensiv diskutiert. 

So schrieb der Historiker Rafael Seligmann in der Jüdischen Allgemeinen vom 18. 11. 2010: "Irans Präsident ist keineswegs verrückt, wie viele im Westen glauben. Er handelt lediglich gemäß einer anderen Logik als die hiesigen. Ahmadinedschad beabsichtigt nicht, Israel in absehbarer Zeit mit Atomwaffen anzugreifen, denn er weiß, daß im Gegenzug alle Großstädte seines Landes vernichtet würden. Der Staatschef will Kernwaffen erwerben, um die Dominanz seines Landes zu unterstreichen und Israels vermutetes Nuklearpotential zu neutralisieren."

 

Und der israelische Militärhistoriker Martin van Crefeld äußerte am 31. 1. 2010 in der ZEIT:

“Mit größter Wahrscheinlichkeit wäre ein nuklearer Iran auch nicht mehr oder weniger gefährlich, als ein nukleares Nordkorea, ein nukleares Pakistan, ein nukleares Israel, ein nukleares China, ein nukleares Frankreich, ein nukleares Großbritannien, eine nukleare Sowjetunion und last, but not least die nukleare USA es sind oder waren.” Und zu einem möglichen Angriff auf den Iran: “Schließlich wäre ein Angriff auf den Iran ein äußerst riskantes Unterfangen. Ob ein solcher Angriff die Nuklearpläne Teherans zerschlagen würde, ist zu bezweifeln. Daß es den Nahen Osten in Brand setzen würde, möglicherweise mit katastrophalen Folgen für einen großen Teil der Welt, das ist hingegen so gut wie sicher.”

 

 Des weiteren sagte Martin van Crefeld: (zit. in David Hirsts Buch über den Nahostkonflikt „The Gun and the Olive Branch“): „Wir besitzen mehrere hundert atomare Sprengköpfe und Raketen, die wir auf alle Ziele in alle Richtungen abfeuern können, sogar auf Rom. Die meisten europäischen Hauptstädte sind Ziele unserer Luftwaffe. Ich möchte General Moshe Dayan zitieren: ´Israel muß sein wie ein tollwütiger Hund, zu gefährlich, um sich mit ihm anzulegen.´ (…) Unsere Armee ist nicht die dreißigstärkste der Welt, sondern die zweit- oder drittstärkste. Wir haben die Fähigkeit, die Welt mit uns in den Untergang zu reißen. Und ich kann Ihnen versichern, daß das geschehen wird, bevor Israel untergeht.“

 

Im Jahre 2005 fügte Crefeld* hinzu: “Die Welt muß nicht lernen, so wie mit der Nuklearmacht Sowjetunion oder China, mit einem über Nuklearwaffen verfügenden Iran  zu leben.....Wir Israelis verfügen über das, was es zur Abschreckung eines iranischen Angriffs braucht. Wir sind in keiner Weise der Gefahr ausgesetzt, daß eine iranische Atombombe auf uns abgeworfen wird.....Dank der iranischen Bedrohung bekommen wir Waffen von den USA und Deutschland.“(Zitiert nach Ludwig Watzal: Günter Grass, Israel und der “Antisemitismus”  5.4.2012)

 

Der israelische Publizist und Mitbegründer des Komitees für Mordechai Vanunu und einen ABC-Waffen freien Nahen Osten, Gideon Spiro, schrieb am 11. 4. 2010: " ... heute schätzt man, daß Hunderte von Atom- und Wasserstoffbomben in Israels Besitz sind, dazu Langstrecken-Raketen vom Typ "Jericho", die mit nuklearen Sprengköpfen ausgerüstet werden können. Dem muß die Produktion von chemischen und biologischen Waffen aus dem Institut Nes Ziona, nicht weit von Tel  Aviv, hinzugefügt werden.

Zusammengefaßt: Israel ist eine atomare Großmacht, deren Arsenal größer ist als das von China, Großbritannien und Frankreich. Israel ist zu einem Pulverfaß von Massenvernichtungswaffen geworden. ... Es gibt keinen anderen Staat in dieser Welt, in dem auf einem so kleinen Territorium eine so riesige Menge von nuklearen, biologischen und chemischen Waffen gelagert werden.

Israel führte das atomare Wettrüsten in den Nahen Osten ein, und seine Politik war und ist noch immer, das atomare Monopol zu bewahren und seine militärische Macht zu  benützen, seine Nachbarn daran zu hindern, ebenfalls eine Atommacht zu werden. ... Der Iran behauptet, daß er keine nuklearen Waffen zu produzieren beabsichtigt, aber Israel hat dies auch behauptet, als es den Dimona-Reaktor baute. ... Die wirksamste Weise, um eine Katastrophe im Nahen Osten zu verhindern, ist, wenn alle Staaten in der Region ihre Kernwaffen liquidieren. Und der Prozeß müßte mit Israel beginnen, denn es ist Israel, das diese Waffen in der Region einführte.”

 

Auch der israelische Friedensaktivist Uri Avnery bekräftigte am 18.12.2010: „Wir arbeiten hart daran, daß die Welt sich gegen die Gefahren einer iranischen nuklearen Bombe erhebt. Aber die Israelis sind nicht wirklich beunruhigt. Sie wissen, daß selbst wenn die Iraner ihre Bombe hätten, sie es nicht wagen würden, sie anzuwenden, weil Israel alle iranischen Städte und ihre wunderschönen historischen Denkmäler vom Angesicht der Erde auslöschen könnte.“

 

Siegfried Ullmann

Lärchenweg 16

 

53347 Alfter

 

   

< Sonderausstellung im Museum August Kestner in Hannover