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14.09.2017

 

Deutsch-Irakisch-Kurdische Konferenz

 

 

Dr. Ali Sindi und Dr. Schrage

Tourismusministerin

Nisrin Khalil

Referenten

Dr. Ali Sindi

Dr. Dara Alkhayat

Darbaz Rasoul

Tourismusministerin

Schild DWI

Rund 280 deutsche, kurdische und irakische Teilnehmer aus Wirtschaft und Politik trafen sich am 6./7. September 2017 im Congress Center Hannover, um über Investition und Kooperation für die Modernisierung der Infrastruktur in Irak und irakisch Kurdistan zu diskutieren.

 

Die Deutsch-Irakisch-Kurdische Unternehmer- und Investorenkonferenz war die erste ihrer Art, weitere sollen folgen. „Heute ist der Beginn einer langen, fruchtbaren und vertieften Zusammenarbeit zwischen der IHK Hannover und der AHK, bzw. dem Deutschen Wirtschaftsbüro Irak in Bagdad und Erbil, sowie der Kammern in Irak“, formulierte es Gastgeber Dr. Horst Schrage, Chairman der IHK Hannover und betonte die Wichtigkeit der Kooperation mit der AHK Erbil, die seit einem Jahr von der Irak-Koordinatorin Nisrin Khalil geleitet wird. Der Konferenzort Hannover war gut gewählt, bestehen doch sehr gute Beziehungen zur kurdischen Handelskammer und zu den Investmentbehörden in Iraq. Die wirtschaftlichen Beziehungen haben sogar Tradition, denn der frühere Oberbürgermeister Herbert Schmalstieg hatte sich besonders für Kurdistan engagiert, woran die anwesenden Kurden erinnerten. Die Kontakte bestehen bis heute fort.

 

So wurden denn von zahlreichen kurdischen Ministern wie Dr. Ali Sindi, Minister für Planung, Handel und Industrie, Darbaz Kosrat Rasul, Minister für Wiederaufbau und Navroz Mawlod, Tourismusministerin Überblicke präsentiert über laufende und geplante Infrastrukturprojekte in irakisch Kurdistan und die Möglichkeiten für deutsche Unternehmer, sich dafür zu engagieren. Über Landwirtschafts- und Infrastruktur Projekte sowie Masterpläne in Erbil und Dohuk informierten die Gouverneure beider Städte und Industrie-Projekte in der gesamten kurdischen Region wurden vom Industrie-Generaldirektor und vom Ministerium für Handel und Industrie vorgestellt. Den Abschluss des ersten Tages bildete der Bereich berufliche Bildung. Vor allen Dingen interessierten Landwirtschaft und Bewässerung und auf diesen Gebieten bot Dr. Klaus Schröter, der Generaldirektor des Vocational Training Institute seine Erfahrung an. Als Partner brachte sich RWANGA in Stellung mit Datan Q. Abdullah, Direktor der RWANGA Stiftung, die 2013 gegründet wurde und seitdem 120 Bildungs-Projekte in Kurdistan und ganz Iraq mit fast 1.3 Mio. Teilnehmern durchgeführt hat. Zielgruppen sind vor allem junge Leute, die mit Hilfe der modernsten Lernstrategien auf ihre berufliche Zukunft vorbereitet werden unter besonderer Berücksichtigung von Umweltaspekten. Die von RWANGA durchgeführten Job-Messen werden vom Bundesministerium für Wirtschaft unterstützt. Sitz ist Erbil, es gibt Büros in Sulaimaniya und Dohuk. Neben UNICEF, Microsoft und der Deutschen Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (giz) kann RWANGA sich über Förderung zahlreicher weiterer großer Unternehmen und Institutionen freuen.

 

Berufliche Bildung ist auch ein wichtiges Thema für Dipl.-Ing Friedrich Deppe, geschäftsführender Gesellschafter des Familienbetriebs  Agrarmarkt Deppe. Der Mittelständler beschäftigt in Bad Lauterberg 120 Mitarbeiter. „Wir wollen gebrauchte landwirtschaftliche Maschinen in bestem Zustand nach Kurdistan verkaufen. Bestehende Kontakte werden während dieser Veranstaltung vertieft. Wir haben einen speziellen Katalog für die Maschinen angefertigt. Sie sind etwa 30-40 Prozent preiswerter als neue Geräte. Unser Plan ist, das kurdische Personal bei Dr. Schröter in Deutschland zu schulen“. - Peter F. Meyer, Managing Director von Terramar GmbH Hamburg blickt auf langjährige Irak-Erfahrung zurück: „Wir sind seit Anfang der 1970-er Jahre in Irak aktiv. Unser Unternehmen befindet sich in Erbil. Wir haben das Goethe-Institut unterstützt und vertreten MAN. Aus unserem Zentrallager in Erbil wird der gesamte Irak bedient. Seit 2014 engagieren wir uns in der beruflichen Ausbildung. Nachdem der „IS“ vertrieben ist, sehen wir vielfältige weitere Geschäftsmöglichkeiten. Um neue Projekt zu identifizieren haben wir das Experten-Forum Irak gegründet. Derzeit sind 25 deutsche Firmen Mitglieder. Wir wollen eine Konferenz in Erbil organisieren mit dem Ziel, Potenziale zu eruieren und Geschäfte zu machen“.

 

Der zweite Tag stand im Zeichen von Podiumsdiskussionen und Workshops. Immer wieder wurde der Wille betont, die von „IS“ zerstörten Gebiete wieder aufzubauen. „Jetzt herrscht Frieden in Kurdistan und die Investitionsprojekte in den Bereichen Wohnungsbau, Schienenverkehr, Straßenverkehr u.v.m. umfassen rund 2 Mrd. Euro. Dr. Dara Alkhayat, Chairman der Kurdistan Federation Chambers of Commerce sagt deutschen Investoren jede Unterstützung zu. Darar Zebari, Chairman der Kurdistan Region Investment Union verweist auf das Investitionsgesetz und betont die gleichen Rechte für in- und ausländische Firmen. „75 km außerhalb von Dohuk entsteht ein spezielles Gelände, das ausschließlich für Firmen reserviert ist“.  Konkrete Informationen zur Firmen-Registrierung und Beratung für den Markteintritt in Zentral-Irak und Kurdistan gibt Amar Shubar von Management Partners in Dubai, der seit sieben Jahren in Irak arbeitet.

 

Nisrin Khalil gibt folgende Informationen: „Die meisten deutschen Firmen warten derzeit noch das Referendum ab. Drei große deutsche Firmen planen Investitionen von einer halben Milliarde Euro. Der bilaterale Handel in 2013 belief sich auf 100 Mio. Euro, nach dem Ende des „IS“ wird sich das bessern, denn das Interesse deutscher Firmen ist groß. Die irakische Regierung will 100 Mrd. Euro in den nächsten 10 Jahren investieren, 10 Prozent sollen für Privatfirmen zur Verfügung stehen, 90 Prozent in Regierungsprojekte fließen. Bereits 500 Mio. Euro sind aus Deutschland geflossen, auch Frankreich und Japan geben Geld, von der Weltbank sind es 5,7 Mrd. Euro. Deutsche Unternehmer äußern Wünsche nach mehr Informationen von den Handelskammern, auch im Hinblick auf Ausschreibungen. Es existiert eine Gesprächsrunde für deutsche Unternehmen. In jedem Ministerium in Kurdistan gibt es eine Anlaufstelle mit englisch-sprachigen Mitarbeitern für internationale Unternehmen“.

 

Abdulrahman Aldosky, Geschäftsführer der Firma Petersberg International for trade & events GmbH, unterstützt und begleitet durch das Schatlo Economic Consult Büro haben die Konferenz durch ihre effektive Zusammenarbeit zum Erfolg geführt. 

 

Information: Deutsches Wirtschaftsbüro Irak, Erbil und Bagdad, www.dw-irak.com

Vom 23.-26.10.2017 findet zum 13. Mal die Internationale Messe Erbil statt: www.eif-expo.com

Geplante Veranstaltungen, organisiert von Petersberg International GmbH:

Industry, Agricultural & Tourism Conference Germany & Kurdistan Region – März 2018

2. Businessmen & Investors Conference Germany, Irak & Kurdistan Region – Mai 2018

Information: ceo@petersberg-gmbh.com, Tel. 0151-71160675

 

Text und Fotos: Barbara Schumacher, Beiratsmitglied der Deutsch-Arabischen Gesellschaft

 

   

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