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22.11.2017

 

Tunesien: Nja Majdaoui

 

Als einer der bedeutendsten Kalligrafie-Künstler der arabischen Welt hat sich Nja Majdaoui international einen Namen gemacht und ist mit seinen Werken in Kunstmuseen und Kunstsammlungen weltweit vertreten.

 

Nja Mahdaoui auf der Abu Dhabi Art

Nja Mahdaoui disktutiert mit Besuchern

Gulf Air

Kalligrafie

Kalligrafiewerk Detail

Nja Majdaoui mit Kalligrafieskulptur

Kalligrafiewerk Detail

Kalligrafiewerk Detail

Kalligrafiewerk Detail

Fenster Haus in Tunis

So ist er z. B. seit dem Beginn der beiden emiratischen Kunstmessen Abu Dhabi Art und Art Dubai im Jahr 2007 bei diesen wichtigen, internationalen Kunstveranstaltungen persönlich anwesend auf dem Stand „seiner“ Galerie El Marsa, die ihn vertritt.  Ständig umringt von Kunstinteressierten, unter denen Besucher, Künstler, Museumsdirektoren aus aller Welt sind – besonders viele junge Leute – erklärt er diesen geduldig seine in Stil und Material einmaligen Werke, bei denen die Kalligrafie im Mittelpunkt steht.

 

Einer der erfolgreichsten Künstler Tunesiens

 

Er gehört schon seit vielen Jahren zu erfolgreichsten Künstlern seines Landes. Der in Tunis 1937 geborene Künstler graduierte an der Kunstakademie von Santa Andrea in Rom und an der Orientabteilung der Ecole du Louvre. Er wurde mit vielen nationalen und internationalen Preisen ausgezeichnet, auch mit dem “Grand Prix des Arts et des Lettres“ seines Landes. Der Künstler wohnt im Stadtteil El Marsa von Tunis und hat dort auch sein Atelier. Auch seine Galerie El Marsa ist dort ansässig. Sie wurde 1994 gegründet und gehört zu den besten Galerien zeitgenössischer Kunst in Tunesien und anderen nordafrikanischen Staaten. Die Galerie lohnt den Besuch wegen des Ambientes und der ausgezeichneten Ausstellungen. (www.galerielmarsa.com)

 

Bei internationalen Kunst-Auktionen werden die Werke von Nja Majdaoui für über 200.000 Euro versteigert. Aber nicht nur für seine einzigartige Kalligrafie-Kunst bei Gemälden und Skulpturen ist er bekannt, sondern auch durch spektakuläre Kunstobjekte hat er sich einen Namen gemacht, nicht zu vergessen seine Performances, die sich dadurch auszeichnen, dass sie interaktive Kommunikation zwischen Künstlern aus aller Welt einbeziehen und auch in die Bereiche Tanz und Theater reichen. Am bekanntesten ist er mit solchen Aktivitäten in Tunesien, Frankreich, Italien, Dänemark, Japan, Kuba, Kanada, Jordanien und Deutschland. Die Zahl der ihm verliehenen Preise und Auszeichnungen auch auf diesen Gebieten ist groß. Besonders erwähnenswert ist seine Mitgliedschaft bei der Internationalen Jury des Kunstpreises der UNESCO. –  Auch als Autor hat er sich einen Namen gemacht mit seinem Buch „Le Maitre d’Amour“ über den andalusischen Sufi Ibn El Arabi, der im 12. Jahrhundert in Andalusien lebte.

 

Fliegende Kunst

 

Mit seiner Kunst hat er sich in Bauwerken verewigt, insbesondere in den monumentalen Glasfenstern der Internationalen Flughäfen von Jeddah und Riyadh, der ARAMCO Zentrale in Dahran und in einem Gebäude in Tunis. Die spektakulärsten Arbeiten flogen jahrelang durch die Welt: vier Flugzeuge von Gulf Air durfte er bemalen, den entsprechenden Wettbewerb unter vielen internationalen Künstlern, der zum 50-jährigen Jubiläum der Fluggesellschaft ausgeschrieben worden war, hatte er gewonnen. Sein typisches Kalligrafie-Design findet sich auch auf Damenroben, Teppichen, Schmuck und Postern.

 

Gern gesehen auf der arabische Halbinsel

 

Seit vielen Jahren zieht es ihn in die Vereinigen Arabischen Emirate – kein Wunder wegen der rasanten Entwicklung der dortigen Kunstszene: 2006 war er Ehrengast und Jurymitglied der Sharjah International Arabic Calligraphy  Biennial, 2008 ebenfalls Ehrengast anlässlich der „Frankreich-Woche“, die von der Abu Dhabi Music and Arts Foundation und der Ghaf-Gallery (beste Kunstgalerie in Abu Dhabi) im prestigeträchtigen Emirates Center for Strategic Studies and Research in Abu Dhabi organisiert wurde. Seit Beginn der jährlichen Kunstmessen  Abu Dhabi Art und Art Dubai im Jahr 2007 ist er mit zahlreichen Werken im Rahmen der auf diesen Messen ausstellenden Galerie El Marsa vertreten und stets während der gesamten Veranstaltungen persönlich anwesend. Alle seine präsentierten Werke wurden bisher dort verkauft. Auf die Frage, welche dieser beiden Kunstmessen in den Vereinigten Arabischen Emirate er lieber besucht, meint er: „Das ist schwer zu sagen, am Anfang war ich lieber auf der Art Dubai wegen des ausgesprochen professionellen und kommerziellen Auftritts, aber dann hat die Abu Dhabi Art aufgeholt und ich habe dort z. B. eine unvergessliche Begegnung mit der Inhaberin der besten Kunstgalerie in Omans Hauptstadt Muscat gehabt. Sie hat gleich ein Bild von mir gekauft und mich noch dazu zu einer Solo-Ausstellung nach Muscat in die Bait Muzna Galerie eingeladen“. Auf die Frage, ob seine Gemälde in großen Kunstsammlungen auf der Arabischen Halbinsel vertreten sind, meint er: „Shadda Al Tassan, die Eigentümerin der Hewar Art Gallery in Riyadh ist nicht nur die Tochter einer Familie mit sehr engen Beziehungen zum saudischen Königshaus, sondern sie hat auch einen besonderen Geschmack für Kunst. Ihre Sammlung zeitgenössischer arabischer Kunst umfasst ausgezeichnete Werke bekannter Künstler aus der arabischen Welt und ich bin stolz darauf, dass ich mit einigen Kalligrafie-Werken auch in dieser rund 2.000 Gemälde umfassenden Sammlung vertreten bin. Der Besuch in der Hewar Art Gallery war übrigens unvergesslich, denn die Galerie befindet sich im 52. Stockwerk des Kingdom Tower in Riyadh. Dort erwartete mich nicht nur ein grandioser Ausblick über die ganze Stadt, eine interessante Ausstellung von Werken saudischer Künstler, sondern auch die permanente Ausstellung ausgewählter Gemälde und Skulpturen arabischer Künstler aus der Sammlung von Shadda al Tassan“. 

 

Meister der Kalligrafie

 

Kalligrafie ist sein Markenzeichen. Damit erneuert er ständig seine eigenen kulturellen Wurzeln. Allerdings sprengt er mit der Begeisterung für Bewegung und Raum buchstäblich alle Rahmen: die Buchstaben entwachsen einer konkreten Bedeutung, sie machen sich selbständig, generieren ihr eigenes Wesen, zollen Tribut an graphische Schönheit im Wettstreit mit ungewöhnlich komponierten Farbflächen und sie begnügen sich nicht mit der eigentlichen „Bildfläche“, insbesondere bei den Werken auf unregelmäßigen, „auseinanderfließenden“ Pergamentflächen. Neben diesem Material arbeitet Nja Mahdaoui auf Papier, Leinwand, Metall, Leder und anderen Oberflächen und da ist der Schritt nicht weit zum menschlichen Körper, denn erst hier gelingt – in einer ganz neuen Ausdrucksart – die Bewegung: der Buchstabe, der längst keiner mehr ist, genießt auf dem tanzenden Körper die vollkommene Freiheit. Das ist Ausdruck der Freiheit, die der Grandseigneur der arabischen Künstler nicht nur für sich beansprucht sondern auch den Betrachter teilhaben lässt.

 

Internet: www.nja-mahdaoui.com

 

Text und Fotos: Barbara Schumacher, Beiratsmitglied der Deutsch-Arabischen Gesellschaft

 

   

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