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17.03.2014

 

Katar macht sich unbeliebt

 

Das Emirat Katar unterstützt moderate Islamisten und wird dafür von anderen Staaten kritisiert. Die Vereinigten Arabischen Emirate und Bahrain haben bereits ihre Botschafter aus Doha abgezogen.

 

Meinungsfreiheit: Protest gegen die Verhaftung eines Al-Dschasira-Journalisten. Foto: REUTERS

Als Grund für den Abzug der Botschafter gaben die drei Golfstaaten an, dass Katar ein im vergangenen Jahr unterzeichnetes Sicherheitsabkommen, in dem sich die Staaten unter anderem verpflichten, sich aus den inneren Angelegenheiten der anderen herauszuhalten, nicht umgesetzt habe.

Dahinter verbirgt sich ein Konflikt, der seit Beginn der Arabellion 2011 schwelt und in den vergangenen Monaten an Heftigkeit gewonnen hat. Während Katar von Anfang an die Aufstände in der Region unterstützte, hielten die anderen Staaten den alten Herrschern die Treue. Während Katar sich zunehmend zur wichtigsten Stütze der Muslimbruderschaft entwickelte und die sogenannten moderaten Islamisten in Tunesien, Libyen und vor allem in Ägypten massiv unterstützte, boten die anderen Staaten den vertriebenen alten Eliten Zuflucht und finanzierten massiv den Aufstand der Ägypter gegen den Muslimbruder Mohammed Mursi im vergangenen Sommer.

„Es geht bei dem derzeitigen Konflikt weniger um Probleme zwischen unseren Ländern als vielmehr um das, was in Ägypten passiert“, sagte die emiratische Politikwissenschaftlerin Ebtissam al-Khitbi. Die katarische Regierung sieht das ähnlich und nannte den Abzug der Botschafter einen Fehler. „Manche der Golfstaaten versuchen Katar zu einer gewissen Haltung zu drängen. Das ganze Thema hat mit Saudi- Arabien, den Vereinigten Arabische Emiraten oder Bahrain nichts zu tun“, sagte der ehemalige UN-Botschafter Katars Nasser bin Hamad al-Khalifa in einem Interview mit den Satellitensender Al-Dschasira.

Im Streit geht es trotz allem auch um interne Angelegenheiten am Golf und hierbei spielt auch Al-Dschasira eine Rolle. Kommen hier doch saudische Oppositionelle zu Wort, und zumindest im englischsprachigen Programm des Senders geht es auch regelmäßig um den Aufstand der Jugend in Bahrain. Bei Al-Dschasira tritt auch der bekannte Prediger Jussef al-Karadawi auf. Der Muslimbruder nimmt kein Blatt vor den Mund, wenn es um die Verurteilung der neuen ägyptischen Regierung geht. Gerne greift er dabei auf religiöse Formulierungen zurück. So beschuldigte er neulich die Regierung der Emirate, die Feinde des Islams zu unterstützen. „Damit schadet er unserem Ruf in der islamischen Welt“, sagte Politikwissenschaftlerin Al-Khitbi.

Die Regierung der Emirate hatte die katarische Regierung Anfang Februar mit scharfen Worten aufgefordert, den Prediger zum Schweigen zu bringen. Als Nächstes wurde dann der katarische Arzt Mahmoud al-Jaidah durch ein emiratisches Gericht zu sieben Jahren Haft verurteilt. Er war vor einem Jahr am Flughafen von Dubai verhaftet worden. Ihm wird vorgeworfen den emiratischen Ableger der Muslimbruderschaft zu fördern. Bei diesem Machtkampf unter den Bruderstaaten am Golf spielt nicht zuletzt eine Rolle, dass mit Emir Tamim seit vergangenem Sommer ein junger Herrscher in Katar regiert. Seine im Schnitt mindestens doppelt so alten Amtskollegen wollen ihn offensichtlich dazu bringen, in Zukunft eine weniger offensive Rolle in der Region zu spielen.

Quelle: Frankfurter Rundschau

 

   

< Die Vorsitzende des DAG-Beirats wurde zur neuen Landesvorsitzenden der Liberalen gewählt.