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15.11.2016

 

Jordanien: „Arab Revolt“ …

 

 

Schulklasse verlässt Jordan Museum

Foto in der Eingangshalle

Ausstellungsplakaat

Porträt des Vaters des Herzogs

Duke of Mokhaibeh Mamdouh Bisharat

… zum 100. Jahrestag wird nur in Jordanien gefeiert. Der Beginn des Aufstands gegen das Osmanenreich ist eine Ausstellung in Ammans „Jordan National Museum“ wert. Die Ausstellung dauert noch bis Ende 2016. Sie wurde organisiert in Kooperation mit der Australischen Botschaft (Australien war bei der Arabischen Revolte involviert).

 

Der Sherif von Mekka – zahlreiche seiner Nachkommen, wie Sharifa Hind Nasser, eine bekannte Künstlerin, leben heute im hashemitischen Königreich Jordanien - stieß die arabische Revolte 1916 an. Bekannter als sein Name ist hierzulande der von Laurence of Arabia, vor allen Dingen wegen des gleichnamigen Spielfilms mit Peter o’Toole in der Titelrolle. Heute ist Jordanien das einzige stabile Land in der Region und König Abdullah der einzige Hashemit auf einem Thron.

 

In diesen Monaten ist das Jordan National Museum Ziel besonders vieler Schulklassen, die hier etwas über die arabische Revolte lernen können. In der Eingangshalle des Museums weist ein riesiges Plakat auf die Ausstellung im 1. Stock hin. Darin wird die Geschichte der „Großen Arabischen Revolte“ erzählt aus sozio-historischer Perspektive mittels historischer s/w Fotos. Auch kleinere Revolten wie die in Tafila, Shobak, Kerak, Salt und Mafraq, etc., die den Weg zur Großen Revolte ebneten, sind thematisiert. Man will die haschemitischen Visionen und den Führungsanspruch durch die erfolgreiche Revolte betonen und leitet daraus ab, dass diese die Freiheit, Stabilität und Entwicklung der Gesellschaft begründen. Die Fotos zeigen nicht nur die Anstrengungen der damaligen Entscheidungsträger, sondern auch den Einsatz der Bevölkerung, die zu dem führten, was Jordanien heute verkörpert. Man sieht sich in einer Pionierrolle bei: Gesundheitswesen, Bildung, Umweltbewusstsein und Schutz der archäologischen Stätten, die bis heute in Bezug auf die Förderung des kulturellen Erbes ständig verstärkt wird. So ist die Ausstellung auch ein Zeugnis des Erfolgs Jordaniens in einem schwierigen Umfeld.

 

Interessant ist die Rolle der Frauen bei der Arabischen Revolte. So ist in Bildern festgehalten, wie tapfer sie ihren Beitrag gegen die osmanische Herrschaft leisteten. Sie standen an der Seite der Kämpfer der jordanischen Stämme und teilten Folter und Gefängnis. – Im Alltagsleben zeugen z. B. die traditionellen weiten und bis zu 3 m langen Kleider der Frauen in Salt davon, wie Familien- Eigentum vor den Augen der Osmanischen Steuereintreiber in den Weiten des mit einem Gürtel gehaltenen, 5 kg schweren Gewandes aus stabilem Stoff verborgen wurde.

 

Wie sehr die berühmten archäologischen Stätten während der osmanischen Herrschaft gelitten haben, wird ebenfalls thematisiert: Viele wurden als Militäreinrichtung missbraucht und beschädigt. Als Antwort gilt die Gründung des Jordanian Department of Antiquities im Jahr 1923, eine der ersten offiziellen Einrichtungen im Königreich, die sich bis heute erfolgreich um den Erhalt des kulturellen Erbes kümmert.

 

In einer Sonderausstellung gibt es Schätze aus dem Australian War Memorial in Canberra zu sehen, darunter Gemälde, Uniformen, Waffen und eine Rarität: Das Portrait von Shibli Abraham Bisharat, einst Farmer in Salt, dessen Sohn der einzige, von König Hussein ernannte Herzog Jordaniens ist: Duke of Mokhaibeh Mamdouh Bisharat. Er widmet sein Leben der Förderung von Kunst und Kultur – ersichtlich in „Dukes Diwan“, ältestes Haus in downtown Amman, früheres Postgebäude und eine der besonderen Sehenswürdigkeiten der jordanischen Hauptstadt, stets ein „open house“ für Besucher aus aller Welt. Wer Glück hat, kann den Herzog hier persönlich antreffen, an Kunst, Kultur und Geschichte des Landes teilhaben und seine Gastfreundschaft genießen.

 

Text und Fotos: Barbara Schumacher   

 

   

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