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18.01.2018

 

Grußwort des Präsidenten der Deutsch-Arabischen Gesellschaft, Dr. Michael Lüders, zu Ehren der Künstlerin Marianne Manda

 

 

Die Begegnung mit anderen Ländern und Kulturen wird – wie jede Begegnung mit Anderen - als Bereicherung und Gefährdung zugleich erfahren. Dieser Zwiespalt entscheidet über Vieles. Auch über Krieg und Frieden. Vor diesem Hintergrund ist unser Verhältnis zu den arabischen Ländern erneut besonders bedeutsam.

 

Die Deutsch-Arabische Gesellschaft (DAG) gehört zu den Organisationen, die auf Frieden setzen. Sie widmet sich daher der „Vertiefung der wirtschaftlichen Beziehungen zwischen Deutschland und der Arabischen Welt“ und „zugleich der Intensivierung des kulturellen Austausches“. Beide Aspekte sind auf den aktiven Einsatz einzelner Menschen angewiesen.

 

Will man über das Leben der Künstlerin Marianne Manda befinden, so kann man ihre Aufenthalte in arabischen Ländern über 35 Jahre hinweg nicht von ihrer Persönlichkeit trennen. Ost und West durchdringen ihre Intentionen, was Leben und Arbeit anbelangt. Sie ist für beide Seiten eine kleine Botschafterin der Verständigung und der Akzeptanz, ohne ihre Wurzeln im Allgäu darüber zu verlieren.

 

Das Leben in vorwiegend vom Islam geprägten Ländern bestimmt ihre Arbeit als archäologische Zeichnerin für das Deutsche Archäologische Institut Berlin. Es führte sie in die Türkei, nach Syrien, in die Arabischen Emirate, nach Äthiopien und Ägypten und hauptsächlich in den Jemen. Ihr Wirken dort zählt insgesamt volle 20 Jahre. Und die von ihr gezeichneten Fundstücke dürften sich ihrer Schätzung nach allein für den Jemen auf 20.000 Stück beziffern. Seit 2012 gibt Marianne Manda im Rahmen einer Gastprofessur Kurse an der Kunst-Fakultät der 6. Oktober Universität Kairo.

 

Aber nicht nur die Ausgrabungen bestimmen Marianne Mandas Aufenthalte. Sie brachte jemenitischen Archäologinnen und Archäologen von der Antikenverwaltung Sanaa die Grundbegriffe archäologischen Zeichnens bei. Sie hatte Ausstellungen und Aktionen in allen Teilen des Landes, arbeitete als Künstlerin vor Ort. Sie baute sich selbst ein Haus in Aden am Indischen Ozean. Und sie bereiste das ganze Land, sogar den unzugänglichen Jowf im Norden. So blutet auch ihr das Herz angesichts dessen, was diesem geliebten Land seit 2015 widerfährt. Man kann wohl sagen, dass Marianne Manda zur halben Jemenitin geworden ist. 

 

Sie gibt bei uns im Okzident ihre so sehr vom Positiven bestimmten Erfahrungen weiter, in der Hoffnung, dass damit unberechtigte Vorurteile abgebaut werden - wie sie das mit Sicherheit spiegelbildlich auch im Orient bewirkt.

 

Ich habe Marianne Manda dem Vorstand der Deutsch-Arabischen Gesellschaft für den von der DAG in diesem Jahre erstmalig vergebenen Carsten Niebuhr Preis für besondere Verdienste um den deutsch-arabischen Kulturaustausch vorgeschlagen.

 

Man kann einem Menschen schwerlich für die Art und Weise danken, wie er sein Leben führt; man kann es aber für dessen Werke. Im Namen der Deutsch-Arabischen Gesellschaft sei Marianne Manda hiermit für ihr ganzes transkulturelles Wirken gedankt.

 

Berlin, Januar 2018                                                                                                       

Dr. Michael Lüders, Präsident der Deutsch-Arabischen Gesellschaft

Tel.: +4930 / 8094-1992; info@d-a-g.de;  www.d-a-g.de

 

Dateien:
Grusswort-Dr._Michael_Lueders.pdf356 K

   

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