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08.03.2018

 

Der marokkanische Künstler Mahi Binebine in Berlin

 

 

Mahi Binebine

Werke von Binebine

Werk von Binebine

Werke von Binebine

Er ist einer der bekanntesten zeitgenössischen Künstler Marokkos: Mahi Binebine. Noch bis zum 31. März 2018 sind seine Werke und Werke weiterer, von ihm eingeladener marokkanischer Künstler unter dem Titel „Carte blanche à Mahi Binebine“ zu sehen in der Galerie Katharina Maria Raab, Keithstr. 5 (www.katharinamariaraab.com).

 

Gemälde, Skulpturen und Masken gehören zu den Werken von Mahi Binebine. Der menschliche Körper ist sein Thema. Der 1959 in Marrakech geborene Künstler blickt auf ein bewegtes Leben zurück und seine Kunst ist auch Ausdruck erlebten Elends in Armenvierteln des Landes, das er zusätzlich als Aktivist anprangert und dabei kein Blatt vor den Mund nimmt.

 

Zu seinen Kunstwerken formuliert die Galerie: „Einsamkeit und Verzweiflung. Es sind die Extreme des menschlichen Lebens, die Mahi Binebine in seinen Werken darzustellen weiß. In seinen Gemälden reduziert er die Figuren auf Silhouetten. Deren Linien sind verflochten, die Körper so unentrinnbar miteinander verbunden. Sie ringen miteinander oder umarmen sich in einer feindlichen, verstörenden, oft einengenden Welt. Auch Binebines Masken sind auf wenige Linien reduziert, doch in ihrer Einfachheit äußerst ausdrucksstark. Es sind Masken, die nicht verstecken, sondern aufdecken. Sie zeigen Bedrückung, Kummer und Leid, aber auch körperlichen Schmerz, Verletzungen. Die Kraft und Würde die sie ausstrahlen wird dadurch umso grösser“. 

 

Man versteht seine Werke noch besser, wenn man weiß, dass er sich auch als Schriftsteller einen Namen gemacht hat. Inzwischen sind mehrere Bücher erschienen, das bekannteste trägt den Titel: „ Die Engel von Sidi Moumen“. In diesem Roman geht es um Jaschin, der mit acht Brüdern in  Sidi Moumen aufwächst, einer Barackensiedlung vor den Toren Casablancas. Den Tag verbringt er mit seinen Freunden im örtlichen Fussballklub. Die Jungen schlagen sich mit allerlei Gelegenheitsarbeiten durch: Sie durchwühlen die Abfallberge und verkaufen das Brauchbare, putzen Schuhe von Touristen, stehlen und prügeln sich. Der Fußball ist einer der wenigen Lichtblicke in ihrem Leben. In dieser Situation taucht Abu Subair auf: Er unterstützt die Jungen mit Geld und besorgt ihnen Arbeit. Sie freunden sich mit ihm an und fallen auf ihn herein. Abu Subair verspricht ihnen das Paradies, das greifbar nahe ist – was hätten sie denn schon zu verlieren? Angesichts von Armut und Gewalt, von unerfüllten Träumen, von Enttäuschungen, Wut und Trauer hat der Fanatismus der bärtigen Extremisten leichtes Spiel. Mahi Binebine hat sich von den Geschehnissen um die Attentäter von Casablanca vom 16. Mai 2003 inspirieren lassen zu einem Roman voller Tragik, der zum Nachdenken anregt und vieles eigentlich Unerklärliche erklärt. „Die Engel von Sidi Moumen“ wurden 2010 mit dem Prix du Roman arabe und dem Prix littéraire de La Mamounia ausgezeichnet und 2012 vom französisch-marokkanischen Regisseur Nabil Ayouch unter dem Titel „Les Chevaux de Dieu“ verfilmt. Dieses und andere seiner Bücher wurden in mehrere Sprachen übersetzt.

 

Die von Mahi Binebine eingeladenen Künstlerkollegen der Berliner Ausstellung sind: Nabil El Makhloufi, Najia Mehadji, Mohamed Mourabiti and Fatiha Zemmouri.

 

Text: Barbara Schumacher, Beiratsmitglied der Deutsch-Arabischen Gesellschaft

Fotos: Galerie Katharina Maria Raab

 

   

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