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12.03.2018

 

Marrakech : Neues Museum in der Medina

 

Die vielfältige Museumslandschaft in Marrakech hat seit Ende Februar 2018 eine neue Attraktion: Das „Orientalist Museum of Marrakech“ im Herzen der Medina.

 

Hinweisschild

Empfangsraum

Im ersten Stock

Gemälde von Delacroix

Gemälde von Delacroix

antiker Holzbalken

Innenhof und Minarett

Gleich neben der Al Ousta Moschee

Wer sich zwischen der Medersa Ben Youssef und dem Haus der Fotografie bewegt, erblickt das neue Schild, das auf das neue Museum hinweist. Ein weiterer Orientierungspunkt ist das renovierte Minarett der Saadier Moschee Al Ousta aus dem 16. Jahrhundert. Ist man nahe dran, dann steht man schon vor dem Eingang des Museums. Dieses ist ein Schmuckstück in mindestens zweierlei Hinsicht : Einmal sind die Räume des wunderschönen Riad aus dem 17. Jahrhundert – liebevoll renoviert – den Besuch wert und zum anderen ist die Sammlung von Gemälden der orientalistischen Malerei von unschätzbarem Wert.

 

Den Besucher erwarten fünf Säle auf zwei Stockwerken mit den erlesensten Kunstobjekten, denn nicht nur großartige Gemälde von berühmten Malern wie Delacroix, sondern auch ausgewählte Stücke marokkanischen Kunsthandwerks sind zu bestaunen. Die Gemälde sind ein Gang durch Geschichte und Kulturerbe Marokkos. Die internationalen Maler des Orientalismus haben die Menschen in ihrer traditionellen Kleidung, Stadtansichten, Landschaften, das bäuerliche Leben, Karawanen und vieles mehr in ihrer ausdrucksstarken Malweise festgehalten. Zu sehen sind Gemälde von berühmten Malern wie E. Delacroix, E. Billet, L. Deutsch, R. Dufy, J. Majorelle, H. Pontoy und M. Bertuchi. „Die Gemäldesammlung gehörte dem in Marrakech ansässigen Kunstsammler und Galeristen Nabil El Maluki“, so Christophe Sokal, der Direktor des Museums. „Die Fondation (Stiftung) Kamil, auch Eigentümerin des Musée MACMA im Stadtteil Guéliz, hat die Kollektion und das Gebäude erworben, um damit einen weiteren Beitrag zum Erhalt des reichen Kulturerbes von Marrakech zu leisten. Besonders freut uns natürlich, dass wir dieses Museum in der Medina eröffnen konnten, denn in dieser Umgebung entwickelt die Sammlung ihr besonderes Flair.“ Tatsächlich unterstreicht das Ambiente, das dieses Museum ausstrahlt, noch die Wirkung der Gemälde, denn handbemalte Türen, Säulen, Holzarbeiten an Wänden und Decken, antike handbemalte und handgeschnitzte Balken, Berber-Truhen und andere traditionelle Kleinmöbel, seltene Gewänder, traditioneller Silber-Schmuck und Keramik – alles erlesene Einzelstücke - bilden einen passenden Rahmen für die Kunstwerke.  

 

Auf der Terrasse die Seele baumeln lassen

In der Medina von Marrakech gibt es hunderte von Riads und viele haben eine Dachterrasse. Der Blick von der Terrasse dieses Museums gehört zu den besten – man sieht nicht nur das Häusergewirr der Medina vor dem Hintergrund der schneebedeckten Bergkette des Atlas-Gebirges, sondern erhascht auch einen Blick in den Innenhof der Al Ousta Moschee und das Minarett ist zum Greifen nah. Selten hat man diesen Anblick auf die Feinheiten der Adobe-Architektur eines 500 Jahre alten Minaretts. Das gesamte Gebäude-Ensemble um die Moschee reflektiert Geschichte und Kultur im Rahmen eines Gesamtkunstwerks innerhalb der Medina. Es ist ein Schmuckstück, das kein Besucher von Marrakech verpassen sollte und das sogar von großem Wert ist für die Bewohner der Medina, die sich hier nicht nur an dem schönem Anblick erfreuen, sondern auch in ihrer langen und reichen Geschichte schwelgen können – in einer authentischen Umgebung. Die Ausstattung der Terrasse mit Sitzmöbeln und Tischen ist fertig. In nahe Zukunft wird hier eine Caféteria bewirtschaftet.

 

Direktor zweier Museen

Die Fondation Kamil hat mit dem Orientalismus-Museum eine Einrichtung geschaffen, die sich optimal zum seit 2016 existierenden Musée MACMA ergänzt. Beide Museen bilden ein Kontrastprogramm, denn MACMA befindet sich im neuen Stadtteil Guéliz. Christophe Sokal ist auch Direktor dieses Museums. Gleich gegenüber dem Eingang befinden sich zwei Werke des in Marrakech geborenen Künstlers Mahi Binebine – ein Gemälde und eine Skulptur. Diese Kunstwerke stimmen den Besucher ein auf eine großartige Sammlung von Gemälden vieler marokkanischer Künstler, die in den letzten hundert Jahren entstanden sind. Es sind Gemälde, die die Kultur des Landes widerspiegeln: Menschen in traditionellen Gewändern,   Landschaften und architektonische Meisterleistungen der Berber sind in Werken der verschiedensten Stilrichtungen zu sehen. Hier zeigt sich die Schönheit des Landes in all ihren Facetten. Von Zeit zu Zeit veranstaltet MACMA Sonderausstellungen.

 

Text und Fotos : Barbara Schumacher, Beiratsmitglied der Deutsch-Arabischen Gesellschaft

 

   

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