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20.09.2018

 

Sultan und Sultana in Rolandseck

 

 

Schumacher und Sultan

Auf dem Schiff

Blick auf Rolandseck

Saleh Al Qu'aiti

Saal Rolandseck

Das diesjährige Treffen der britischen “Friends of Hadhramaut” FoH fand am 14./15. September 2018 in Bonn und Rolandseck statt. 70 Mitglieder von FoH aus vielen Ländern der Welt waren der Einladung gefolgt. Der Erlös der Veranstaltung fließt direkt in konkrete Projekte vor Ort.

 

Die jährlichen Treffen der seit 1997 bestehenden gemeinnützigen Organisation FoH finden an wechselnden Orten statt, im vergangen Jahr war Paris Schauplatz des Treffens. Da viele Mitglieder aus Deutschland stammen, wurde in diesem Jahr Bonn gewählt. Die Mitglieder erfreuten sich an einem reichhaltigen Kulturprogramm mit Beethoven-Musik im Bonner Beethoven-Haus und Kunstausstellungen in Bonn und Rolandseck (Arp Museum), vor Ort organisiert von Wolfgang Gaerte. Selbstverständlich waren Gründer und Führungspersönlichkeiten von FoH anwesend, darunter Chairman Sultan Ghalib Al Qu’aiti, seine Gattin Sultana, Tochter Fatima, Sohn Saleh und einige Enkel des Sultans. Sultan Ghalib war der letzte Sultan von Hadhramaut und lebt seit über 50 Jahren im Exil in Jeddah.  

 

Die Fahrt auf einem Rheinschiff von Bonn nach Remagen bei schönstem Wetter wurde genutzt, neue Kontakte zu knüpfen und der als Tagungsort ausgebaute Bahnhof Rolandseck mit großer Terrasse inkl. Rheinblick war Schauplatz des Höhepunktes des Treffens. Zuerst gab es Redebeiträge des lokalen Organisators Wolfgang Gaerte, der Schatzmeisterin Sultana und ihrem Sohn Saleh Al-Qu‘aiti, der als lokaler Koordinator in Hadhramaut tätig ist. Moderiert von Marie-Christine Heinze sprachen dann Prof. Dr. Ulrike Freitag, Direktorin Leibniz-Zentrum Moderner Orient an der TU Berlin zum Thema „Diaspora und Charity“ und Barbara Schumacher über die Sultans-Paläste in Al Mukalla und Seiyun, bevor das Gala-Dinner den Abschluss der Veranstaltung bildete.

 

Es war ausdrücklicher Wunsch des Vorstands von FoH, die derzeitige politische Lage im Jemen nicht zu thematisieren, da FoH sich ausschließlich humanitären Themen widmet. So stand dann auch die Schilderung von Saleh Al-Qu‘aiti im Mittelpunkt des Interesses. Er beschrieb die vielen Projekte von FoH, die trotz der schwierigen Lange in Hadhramaut mit Hilfe der von FoH zur Verfügung gestellten finanziellen Mittel realisiert wurden und weiterhin werden. Diese Projekte konzentrieren sich auf das Gesundheits- und Bildungswesen und kommen der Bevölkerung unmittelbar zugute. Diese leidet unter den steigenden Preisen für Lebensmittel, Kleidung, Transport, Benzin, Medikamenten, Schulbedarf und generell allem Lebensnotwendigen. Hinzu kommen Krankheiten, Wasser- und Stromknappheit. Ein Ende der katastrophalen Zustände ist nicht abzusehen.

 

Trotz dieser miserablen Lage kann Saleh Al-Qu’aiti jedoch Positives berichten, denn die FoH-Gelder werden in sinnvolle und ganz praktische Projekte investiert und die Ergebnisse sind jederzeit überprüfbar. Da ist z. B. die Al-Showkani Primary School für Jungen und Mädchen in Al-Barh bei Al-Shihr. Nach Installation neuer sanitärer Anlagen wurde mit dem Schuldirektor vereinbart, wegen der wachsenden Schülerzahlen zwei zusätzliche Klassenräume zu bauen. In der Al-Estiqlal Primary School für Jungen und Mädchen in Hidye, westlich von Shibam, wurde ein neues Stockwerk gebaut mit fünf vollständig ausgestatteten Klassenzimmern. Damit konnte erreicht werden, dass Mädchen ihre Schulausbildung über die 4. und 5. Klasse hinaus fortsetzen können. In Al Qatn wurde die Al-Zahra Mädchenschule mit Sonnenschutzdächern versehen. Auch besonders bedürftigen Familien in Wadi Hadhramaut wird in vielfältiger Weise geholfen, z. B. durch die Versorgung mit medizinischen Gütern und Rollstühlen. Besonders während Ramadan wurden mittellose Familien mit Grundnahrungsmitteln versorgt. Für über 100 Kinder besonders armer Familien gab es Schuluniformen, Schuhe, Schulbücher und einigen Schulen wurden auch Druckpatronen, die im Jemen sehr teuer sind, sowie Schreibgeräte, Tische und Stühle zur Verfügung gestellt.

 

Eine besondere Beziehung besteht zum Centre for the Care and Rehabilitation of Children with Autism in Al Shihr. Dort wurden Klimaanlagen installiert und viele Lehrmittel bereitgestellt. Der lange und abenteuerliche Transportweg dieser Gegenstände von London nach Jeddah und dann auf dem Landweg nach Hadhramaut ist eine organisatorische Herausforderung. Ähnliche Unterstützung erhielten auch entsprechende Zentren in Ghail BaWazir, Al Mukalla, and Seiyun. Derzeit läuft ein Projekt in der Madrasah Saeed Ibn Al Museeb, Primary, Intermediate and Secondary School in Wadi Araf, 35 Kilometer von al-Shihr entfernt. Diese Schule hat 750 Schüler/innen aus über einem Dutzend umliegender Ortschaften, die in 19 Klassenräumen unterrichtet werden. Dort wurde FoH gebeten, vorhandene Sanitäranlagen zu renovieren und neue zu bauen.

 

Am Ende des Treffens blicken der lokale Organisator und der Vorstand von FoH auf eine gelungene Veranstaltung zurück und die notleidende Bevölkerung in Hadhramaut kann sich - dank der Mitgliedsbeiträge und großzügiger Spenden - auf weitere Unterstützung freuen.

 

Den Vortrag „Die Paläste von Al Mukalla und Seiyun“ von Barbara Schumacher finden Sie hier.

 

Text und Fotos: Barbara Schumacher, Beiratsmitglied der Deutsch-Arabischen Gesellschaft (DAG)

 

Dateien:
Jemen-Hadhramaut-Vortrag.pdf713 K

   

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