























Anlässlich des dritten Jahrestags des Beginns des Bürgerkriegs im Sudan findet am 15. April 2026 die dritte internationale Sudan-Konferenz statt. Sie wird von der Bundesregierung gemeinsam mit Großbritannien, Frankreich, den USA sowie der Europäischen und der Afrikanischen Union ausgerichtet. Die Veranstaltung besteht aus einem Außenministertreffen, einer humanitären Konferenz und einer Zusammenkunft ziviler Akteure. Im Kern geht es darum, Aufmerksamkeit und mehr Hilfe für die Bevölkerung zu mobilisieren und Wege aus dem Krieg zu finden. Ähnliche Konferenzen gab es vergangenes Jahr in London und 2024 in Paris. - Wie allerdings Wege aus dem Krieg gefunden werden können ist fast unmöglich angesichts der Tatsache, dass weder General Burhan von den sudanesischen Streitkräften (SAF) noch sein Kontrahent Daglo von den Rapid Support Forces (RSF) bei der Konferenz in Berlin anwesend sind. Beide haben geschworen, den Bürgerkrieg erst dann zu beenden, wenn der Gegner besiegt ist. Da beide über eine stets sehr gut gefüllte Kriegskasse verfügen ist kein Ende des Bürgerkriegs abzusehen und die Gräueltaten gegen die Bevölkerung werden nicht aufhören. Ob die dringend erforderliche humanitäre Hilfe die Bevölkerung erreicht ist nach den Erfahrungen der Vergangenheit zu mindestens fraglich. Hunger ist inzwischen zu einer Waffe geworden.
Text und Foto: Benita Zapatera
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