























Aus der arabischen Welt waren in diesem Jahr nur Ägypten, Libanon, Saudi-Arabien und die Vereinigten Arabischen Emirate mit Messeständen vertreten. Saudi-Arabien und die VAE hatten große Stände, die gut besucht waren. Besonders gastfreundlich ging es auf dem saudischen Stand zu, wo zum traditionellen Café mit Kardamom aus der Dallah auch Datteln probiert werden konnten. Offizielle Vertreter nutzten die globale Industrieplattform, um für die Produktionsambitionen Saudi-Arabiens zu werben und ausländische Investitionen anzuziehen.
Am saudischen Pavillon beteiligten sich mehrere Regierungsstellen, darunter der Saudi Industrial Development Fund, die Saudi Authority for Industrial Cities and Technology Zones und die Saudi Export Development Authority. Das saudische Ministerium für Industrie und Bodenschätze unterzeichnete im Rahmen der Messe drei Absichtserklärungen mit Partnern. Die Vereinbarungen, die darauf abzielen, die Elektrofertigung, Smart-Grid-Technologien und die industrielle Lokalisierung voranzutreiben, beinhalten Kooperationen mit Phoenix Contact Saudi Arabia, Alfanar Co., Abunayyan Trading und der United Technology of Electric Substations & Switchgears. Die Teilnahme an der Messe ist Teil der Bemühungen des Königreichs, seine Position als attraktiver Standort für Industrieinvestitionen zu festigen und seine internationalen Partnerschaften auszubauen.
Im Rahmen der Ausstellung präsentierte der saudische Pavillon Investitionsmöglichkeiten in den Bereichen Industrie und Bergbau und hob damit das Bestreben des Königreichs hervor, Technologien der Vierten Industriellen Revolution einzuführen, um Produktivität und Wettbewerbsfähigkeit zu steigern. Die Verantwortlichen führten außerdem Gespräche mit globalen Industrie- und Technologieunternehmen, darunter Siemens, Festo, Schneider Electric und dem Fraunhofer-Institut, um Möglichkeiten der Zusammenarbeit, des Technologietransfers und der Lokalisierung auszuloten. Interessanterweise waren es gerade diese deutschen Unternehmen, die besonders große, attraktive Messestände hatten, auf denen reger Betrieb herrschte. Die größten Attraktionen waren humanoide Roboter. - Auf dem Stand Saudi-Arabiens war zu erfahren, dass der Industriesektor des Königreichs sich rasant entwickelt, es gibt inzwischen über 10.000 aktive Fabriken und die Investitionen belaufen sich auf mehr als 350 Milliarden USD. Im Rahmen der Vision 2030 strebt das Königreich an, den Beitrag des Sektors zum Bruttoinlandsprodukt auf 20 Prozent zu steigern und die Hightech-Fertigung weiter zu lokalisieren.
Text und Fotos: Barbara Schumacher, Beiratsmitglied der Deutsch-Arabischen Gesellschaft (DAG)
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