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05.09.2017

 

Oman: Tahira Fida Hussain Al-Lawati

 

Zu den Künstlern, die regelmäßig in Muscats bester Kunstgalerie Bait Muzna ausstellen, gehört die Malerin Tahira Fida Hussain Al-Lawati, geboren und aufgewachsen in Muttrah. Sie hat ein abgeschlossenes Master-Studium.

 

Tahira Fida Porträt

Gemälde Life in mihrab

Gemälde Lady in abaya

Gemälde From my window

Gemälde Muttrah

Gemälde

Werke voller Symbolik

Der Betrachter bestaunt Kombinationen aus Reliefs und Malerei und der Bilderrahmen ist oft gemalter Bestandteil ihrer Werke voller Symbolik. Neben Hieroglyphen verwendet sie Buchstaben aus dem Aramäischen und Arabischen. Buchstaben und Worte sollen die Symbole unterstützen, denn jedes Bild will dem Betrachter eine Geschichte erzählen. Die Anfänge der Kommunikation der Menschen in aller Welt fasziniert sie und so versucht sie einen ästhetischen Weg der Interaktion zu schaffen. Arabische Poesie, ethnische Geschichten spielen eine Rolle. Es ist ein Erlebnis, der Englischlehrerin, die am Majan College in Muscat unterrichtet, zuzuhören: eine erstaunliche Einführung in Landeskunde, Geschichte, Architektur, Sitten und Gebräuche im Stadtteil Muttrah, dem lebendigsten und wegen des Souks und der Corniche für Besucher nach der Altstadt von Muscat attraktivsten Stadtteil, die nicht ahnen, dass hinter einem bewachten Tor an der Corniche das streng bewachte Viertel der schiitischen Lawatis liegt, für Nicht-Muslime unzugänglich. Tahira Fida hat keine Probleme, sich mit den strengen Regeln der Schiiten abzufinden – im Gegenteil: sie interessiert sich für die reiche Geschichte des Stammes und ihrer Fremden gegenüber verschlossen erscheinenden Familie. Die Lawatis sind dem Sultan treu ergeben, sie bekleiden wichtige Positionen in Ministerien sowie in der Wirtschaft. Auch bekannte Künstler und Schriftsteller gehören diesem Stamm an.

 

Ausstellungen – national und international

Tahiras Werke sind bei Sonderausstellungen im Art Performing Center (hinter der Zawawi Moschee im Stadtteil Al Kwair) und auf den jährlichen Ausstellungen der Kunstgesellschaft zu sehen. Bei Ausstellungen mit Bildern der berühmtesten zeitgenössischen arabischen Künstler im Bait Al Fransa, dem ehemaligen französischen Konsulat (heute Museum), ist sie regelmäßig vertreten. Wer im Fünf-Sterne Shangri-La Hotel etwas außerhalb von Muscat wohnt, kann ein 7 m langes und fast ein Meter hohes Werk der Künstlerin, das aus 5 Teilen zusammengesetzt ist, bestaunen. Auch international hat sie sich einen Namen gemacht durch Ausstellungen in Ägypten, Marokko, Libanon, Kuwait, Bahrain, Saudi-Arabien, Qatar, Indien, USA und Spanien.

 

Gemälde als Spiegel der Seele

„Meine Werke sehen oft aus wie Keramiken, aber ich brenne sie nicht im Ofen, sondern lasse die fertigen Arbeiten in der Sonne trocknen. Jedes Bild hat eine Geschichte und ist voller Symbolik. Das Werk „Leben im Zeichen des Mihrab (= nach Mekka gerichtete Gebetsnische, über die jede Moschee verfügt)“ war z. B. im Museum Bait Al Zubair ausgestellt und als die Besucher sich dort für das in grün (die Farbe des Islam) und gold gehaltene Werk interessierten, habe ich dazu folgendes erzählt: Mit diesem Motiv will ich den Einfluss der Religion auf das gesellschaftliche Leben darstellen. Wenn wir uns verabreden, sagen wir z. B.: wir treffen uns nach dem Gebet, oder wir treffen uns in der Moschee. Im Stadtteil Muttrah ist die Moschee das überragende Gebäude. Diese Moschee wurde neu errichtet an der Stelle der früheren Moschee und die Farben grün, gold und blau der Kuppel sind weithin sichtbar“. Eine Bilderserie hat den Titel “Geist und Seele”. Dazu meint sie: “Ich saß ganz friedlich in meinem Studio und ließ mich von Erfahrung, Wissen und Gefühlen leiten. So entstehen die Werke fast von selbst und während ich male schwebe ich im Himmel und lasse die Erde hinter mir. Ehrlich gesagt habe ich mich einfach treiben lassen: diese Bilder spiegeln meine Seele, während mein Geist mich leitet.

 

Ich habe viele neue Ideen für Gemälde und  will weiterhin Literatur, Geschichten und Novellen bekannter arabischer Dichter und Schriftsteller bildlich verarbeiten, wie z. B. Werke des syrischen Dichters Nizar Qabani, der 1997 starb, oder von Dr. Saida Khater, berühmte omanische Dichterin, die einen internationalen Preis in Kairo gewann, bzw. Reem Al Lawati, die die neue Generation von Dichterinnen verkörpert und durch ihre Liebesgedichte bekannt ist. Seit vielen Jahren halte ich meine Ideen in einem Skizzenbuch fest. Die Bilder sind wie Fenster, in denen sich  Frauen-Figuren zeigen mit traditionellen Objekten und islamischen Ornamenten. Die Farben für diese Bilder stelle ich selbst her, ich möchte, dass sie transparent wirken“.

 

Eine gut besuchte Ausstellung ihrer Werke gab es im „Cultural Club“ in Muscat – eine Serie abstrakter Bilder, die sich an Architektur orientieren.

 

Text und Fotos von Barbara Schumacher, Beiratsmitglied der Deutsch-Arabischen Gesellschaft

 

   

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