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03.07.2017

 

VAE: „Portrait of a Nation“…

 

 

Huda Alkhamis-Kanoo, Gründerin der ADMAF

Hassan Sharif

Abdul Qader Al Rais

Gemälde von Abdul Qader Al Rais

Dr. Najat Makki (Mitte) und zwei Studentinnen

Ebtisam Abdul-Aziz

Azza Al Qubaisi

Mohammed Mandi

 

… unter diesem Titel findet erstmals vom 13.09. – 29.10.2017 bei me Collectors Room Berlin / Stiftung Olbricht, Auguststraße 68, 10117 Berlin  (Öffnungszeiten: Mi – Mo, 12 – 18 Uhr)  eine Ausstellung statt, die Arbeiten von fünfzig zeitgenössischen KünstlerInnen aus den Vereinigten Arabischen Emiraten mit Werken aus der ADMAF Art Collection umfasst. Co-Organisatoren sind Berlin Art Week und ADMAF (Abu Dhabi Music and Art Foundation). Wer Interesse an arabischer Kunst hat, sollte sich diese sensationelle Veranstaltung mit umfangreichem Rahmenprogramm nicht entgehen lassen. Sie ist Zeugnis der rasanten Kunstentwicklung in den VAE in den letzten 50 Jahren.

 

 

Gründerin und Vorstand von ADMAF ist Huda Alkhamis-Kanoo, die aus Syrien stammende Ehefrau des emiratischen Künstlers Mohammed Kanoo. Sie wird in Berlin anwesend sein. Mohammed Kanoo ist Mitglied der Kanoo-Familie (die die Kanoo Firmengruppe auf der arabischen Halbinsel regiert) und Gründer der Ghaf-Gallery in Abu Dhabi, sowie der Meem-Gallery in Dubai. Dies sind namhafte Kunstgalerien, die regelmäßig hochkarätige Kunstausstellungen mit KünstlerInnen vorrangig aus der arabischen Welt organisieren. Huda Alkhamis-Kanoo ist unermüdlich für ADMAF tätig und veranstaltet u. a. ein jährliches Musik- und Kunstfestival in Abu Dhabi. Zu den Musikfestivals kommen die berühmtesten Orchester der Welt. Einer der vielen Höhepunkte des Kunstfestivals war eine einmalige Präsentation von früheren Werken - mehrere Millionen Euro teure Leihgaben von verschiedenen Kunstmuseen – des berühmten irakischen Künstlers Dia Azzawi im Souterrain des Hotels Emirates Palace, die rund um die Uhr von Polizisten bewacht waren, während in der Ghaf-Gallery die modernen Werke von Dia Azzawi das Publikum anzogen.

 

“Die BesucherInnen sind eingeladen, das Land durch die individuellen Sichtweisen der teilnehmenden KünstlerInnen auf ihre Heimat zu erkunden. Die Ausstellung ist in sieben Themenräume gegliedert: Nation & Einheit, Geographie & Natur, Architektur & Urbanismus, Porträt & Identität, Religion & Spiritualität, Sprache & Kalligraphie, sowie Tradition & Erbe. - Die Vereinigten Arabischen Emirate wurden im Jahr 1971 gegründet und sind heute Heimat für rund 200 verschiedene Nationalitäten. Die Ausstellung bietet einen seltenen Einblick in die wenig bekannte Geschichte und Vielfalt der VAE und thematisiert zugleich wichtige aktuelle Fragen nach Kulturerbe und Identität. Die Kunstwerke erkunden und hinterfragen vor dem Hintergrund einer raschen Entwicklung und Globalisierung komplexe Ideen moderner Nationalität. Sie führen in städtische und ländliche Landschaften und beschäftigen sich mit den wichtigen Themen von Einheit, Spiritualität und Sprache. 20 eigens beauftragte Arbeiten von aufstrebenden ebenso wie arrivierten KünstlerInnen machen die Ausstellung zu einer Auseinandersetzung mit dem Identitätswandel der Nation. -  Diese neuen Reflexionen werden im Kontext wegweisender Werke präsentiert, die bis zur Geburtsstunde des Landes zurückreichen. Drei Generationen renommierter emiratischer KünstlerInnen sind vertreten: von Hassan Sharif und den SchülerInnen seiner Werkstatt bis hin zu jüngeren KünstlerInnen. Die Ausstellung zeigt Werke vielfältigster Medien: Skulptur, Fotografie, Land Art, Malerei, Textilien, Video, Scanografie und Neuinterpretationen traditioneller Handwerke. Die Überblicksschau emiratischer Kunst „Portrait of a Nation“ wurde 2016 in Abu Dhabi eröffnet und wird nun erstmals im Ausland gezeigt. Sie wirft dringliche Fragen von globaler Relevanz zu Identität und interkulturellem Austausch im 21. Jahrhundert auf“, so der Veranstalter.

 

Unter den international bekannten KünstlerInnen der Ausstellung ist z. B. Hassan Sharif, der 2016 verstarb und zu den Pionieren der emiratischen Kunstszene zählt. - Abdul Qader Al Rais aus Dubai ist dabei. Er ist Autodidakt. Als er 1994 bei der Sharjah Biennale, die damals noch in wenigen Zelten stattfand, seine Werke ausstellte, kannten ihn nur einige Kollegen. In den Emiraten waren Künstler wenig gefragt, weder Interesse noch Kenntnisse über Kunst waren bei der Bevölkerung vorhanden. In Dubai gab es eine einzige Kunstgalerie (Majlis Gallery im Bastakia Viertel), heute sind es über 150. Und heute gibt es nicht nur viele KünstlerInnen und Kunstexperten, die oft im Ausland studiert haben, sondern auch Kunstsammler und Kunstinvestoren. Abdul Qader Al Rais verkaufte seine Gemälde für 100 Euro, heute bringen sie 200.000 Euro bei internationalen Kunst-Auktionen. Staatsgäste von Sheikh Mohammed bin Rashid Al Maktoum, Herrscher von Dubai, bekommen ein Werk des Künstlers als Geschenk. Bei den zwei großen, jährlichen Kunstmessen von internationalem Rang Art Dubai im Frühjahr und Abu Dhabi Art im Herbst ist die Hunar Art Gallery (Dubai) regelmäßig unter den Ausstellern. Sie vertritt Abdul Qader Al Rais. Sein Haus in Dubai in der Nähe des Burj Al Arab gleicht einem Kunstmuseum. Hier kann man seine künstlerische Entwicklung von real bis abstrakt bewundern, wie in der Solo-Ausstellung „Lasting Impressions“ 2012 im Kunstmuseum in Sharjah, bei der auch sein Buch „The Colours of my life“ vorgestellt wurde. „Mein Leben ist der Kunst gewidmet, ich habe so viel Unterstützung und Ermutigung bekommen, dass ich etwas zurückgeben möchte, indem ich Nachwuchskünstler unterrichte“, meint er. – Die Hunar Art Gallery vertritt auch die Künstlerin Dr. Najat Makki. Wenn sie nicht malt, unterrichtet sie Kunst. In Dubai gibt es das Noon Hotel, ein Hotel, das in der Lobby, im Restaurant, in allen Fluren und Zimmern ausschließlich mit Originalgemälden von drei arabischen Künstlern ausgestattet ist, darunter ist Dr. Najat Makki. Das Noon Hotel verfügt darüber hinaus über eine Kunstgalerie mit regelmäßig wechselnden Ausstellungen arabischer Kunst.

 

Ebtisam Abdul-Aziz fehlt auf keiner Kunstveranstaltung in den VAE – egal ob Biennale oder Kunstmesse oder Sonderausstellung in der Kunstgalerie auf dem Campus der New York University auf Saadiyat Island in Abu Dhabi. - Die Künstlerin Azza Al Qubaisi stammt aus Abu Dhabi, sie ist bekannt durch ihre Skulpturen der verschiedensten Ausmaße und Materialien. In ihrem Appartement in der Nähe des Meridien Hotels in Abu Dhabi befindet sich ein Ausstellungsraum voller Glasvitrinen. Ausstellungsstücke sind phantasievolle kleine Skulpturen, für die sie Mineralien, Metalle und Perlen verwendet. Sie ist mit einem eigenen Präsentationsstand auf den meisten Festivals und Messen in Abu Dhabi vertreten. Es gibt kaum einen Wettbewerb in Abu Dhabi – von Filmfestival bis Pferderennen - bei dem die Sieger nicht mit von Azza Al Qubaisi entworfenen Trophäen ausgezeichnet werden. Beim Filmfestival ist ihre „Trophäe mit der schwarzen Perle“ heiß begehrt. – Die Kalligrafie ist durch Mohammed Mandi vertreten. Er hat sich mit der kalligraphischen Gestaltung der Kuppel in der Sheikh Zayed Grand Mosque in Abu Dhabi ein Denkmal gesetzt. In Abu Dhabi unterrichtet er Kalligrafie.

 

Ein reichhaltiges Rahmenprogramm ist angekündigt, darunter ein Vortrag der bekannten Historikerin Dr. Frauke Heard-Bey, die als Expertin für die Geschichte der VAE gilt, Jahrzehnte lang für die Abu Dhabi Authority for Culture and Heritage (ADACH) tätig war und zahlreiche Bücher veröffentlicht hat. 

 

Einige Künstler/innen werden nach Berlin kommen - authentische Einsichten in Kultur und Gesellschaft der VAE sind dadurch garantiert (alle sprechen Englisch).

 

Die vollständige Liste der Künstler/innen und das Programm finden Sie hier

 

Text: Barbara Schumacher, Beiratsmitglied der Deutsch-Arabischen Gesellschaft

 

Fotos: ADMAF (Huda Alkhamis-Kanoo) und Barbara Schumacher

 

 

Files:
VAE_Portrait_of_a_Nation_Kuenstler_und_Veranstaltungen.docx14.4 K

   

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