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09.02.2016

 

Oman: Erstmals Fährverbindung nach Iran

 

 

Fähre von NFC

Oman Musandam Fjord Khor Anajd

Qeshm Chahkuh

Unterzeichnung des MoU

Handelsbeziehungen zwischen Iran und GCC-Ländern haben Tradition. Für alle sichtbare Zeichen dafür sind die Windturmhäuser im Bastakiya-Viertel in Dubai. Auch der offiziell geduldete Schmuggel von Schafen und Ziegen (von Iran) und Zigaretten (nach Iran) mit kleinen Schnellbooten zwischen der iranischen Hafenstadt Bandar Abbas und Khasab auf der omanischen Halbinsel Musandam blüht seit Jahrzehnten. Nun gibt es etwas Neues: Die National Ferries Company (NFC) Oman (www.nfc.om) und Qeshm Freezone Authority Iran (http://qeshm.ir) unterzeichneten am 24. Januar 2016 ein MoU, das im ersten Schritt eine Fährverbindung zwischen Khasab und der iranischen Insel Qeshm (in der Straße von Hormuz) vorsieht. Schon im 1. Quartal 2016 soll der Fährbetrieb aufgenommen werden. 

 

Sowohl Musandam – wegen der Fjordlandschaft als „Norwegen Arabiens“ bezeichnet - als auch Qeshm - größte Insel im arabischen/persischen Golf  mit der grandiosen Felslandschaft des „Sternentals“, dem Hara Mangrovengebiet und der durch Wassererosion entstandenen Chahkuh-Schucht, die sich mit ockerfarbenen Wänden kilometerlang durch die Berge zieht - haben für Besucher viel zu bieten und Qeshm hat darüber hinaus den Vorteil, Freihandelszone zu sein. Benutzer der Fähre brauchen kein Visum (nur bei Weiterreise auf das iranische Festland). Das macht die Verbindung auch interessant für Investoren, die die Freihandelszone Qeshm erkunden möchten. Inseln als Freihandelszonen haben in Iran lange Tradition. Inhaber eines deutschen Passes können ohne iranisches Visum schon seit vielen Jahren von Dubai auf die iranische Freihandelszonen-Insel Kish fliegen.

 

„Von Khasab nach Qeshm sind es nur 44 Seemeilen, daher haben wir uns zunächst für diese Fähr-Verbindung entschieden“, erklärt Mehdi Al Abduwani, CEO von NFC bei einem Besuch am 1. Februar 2016 in der Omanischen Hauptstadt Muscat.  „In Qeshm Port werden bis März 2016 alle notwendigen Einrichtungen für den Fährverkehr geschaffen, inkl. der Kfz-Rampen und der Einrichtungen für Passagiere und Warenverkehr. Sollte sich die Verbindung bewähren, dann sind bereits weitere Fähr-Verbindungen angedacht: Shinaz-Qeshm,  Sohar-Qeshm and Muscat-Qeshm. Als Ende Januar 2016 die Omanisch-Iranische Ausstellungswoche in Khasab stattfand, hatte die iranische Delegation eine NFC-Fähre von Bandar Abbas nach Khasab gechartert. Schon seit Ende 2012 gibt es Diskussionen, eine Fährverbindung von Muscat nach Bandar Abbas einzurichten“, so Al Abduwani.

 

Bei einem Gespräch am 29. Dezember 2015 mit A. Habibi, Stellv. Generaldirektor und Vorstandsmitglied der Qeshm Free Zone Organizaton im Gebäude dieser Organisaton beschreibt dieser die Vorzüge der Freizone Qeshm: „Qeshm ist 20 mal größer als die Insel Kish. Es ist die größte Insel der Region und größer als z. B. Singapur oder Bahrain. Das touristische Potenzial ist enorm. Die gesamte 1500 qkm große Insel ist Freizone, davon bilden 1200 qkm die „Specific Qeshm Economical Zone“. Wir sind dabei, die Infrastruktur zu optimieren. Dazu gehören die im Bau befindliche 2,2 km lange Brücke zum Festland nach Bandar Abbas mit Anbindung an die Eisenbahn, Ausbau von Industriehäfen, Bau von Wohnungen, Hotels und Meerwasserentsalzungsanlagen. Internationale Investoren sind willkommen. Im Hinblick auf Erneuerbare Energien gibt es zahlreiche Studien – geschehen ist bisher noch nichts. Zu den Freihandelszonen in dieser Region gehört auch die Insel Hormuz, dort werden ebenfalls in Zukunft größere Investitionen erwartet. Die Insel besticht durch eine grandiose, farbige Felslandschaft. – Die Fährverbindung zwischen Qeshm und Oman ist gut für beide Länder: Sie fördert den Tourismus und ist ein wichtiger Handels-Korridor“.

 

Text: Barbara Schumacher;  Fotos: NFC (Unterzeichnung MoU) und Barbara Schumacher

 

   

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