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12.05.2017

 

Iran auf der Hannover Messe 2017

 

Nach dem Erfolg des 1. Iran Forums auf der Hannover Messe 2016 lud die IHK Hannover wiederum interessierte Unternehmer und potenzielle Investoren am 25. April 2017 zum diesjährigen Iran Forum ein, organisiert in Kooperation mit DIHK und UNIDO. Ein drittes Forum soll es 2018 geben.

 

Teilnehmer und Referenten

Podiumsdiskussion

Amir Alizadeh AHK Iran

Teilnehmer und Referenten

Zwei Podiumsdiskussionen mit den Themen „Infrastruktur und Industrie“ sowie „Der iranische Markt für Automotive und Transport“ wurden angeboten. Rund 200 Teilnehmer waren der Einladung gefolgt, darunter eine 20-köpfige Wirtschafts-Delegation, die aus Iran angereist war. Die iranischen Unternehmer aus verschiedenen Branchen standen den deutschen Unternehmern im Anschluss an das Forum an „runden Tischen“ zu beiden Themen in bilateralen Gesprächen zur Verfügung.

 

Dr. Volker Treier, Stellv. DIHK-Hauptgeschäftsführer erinnerte daran, dass im Jahr 2016 rund 1000 deutsche Unternehmer im Rahmen von Wirtschaftsdelegationsreisen, die von fast allen Bundesländern angeboten worden waren, nach Iran gereist waren. Die AHK Iran in Teheran hat in dieser Zeit 30 Delegationen empfangen. Auch viele iranische Delegationen waren nach Deutschland gekommen. Als Wunsch formulierte er, dass Präsident Rouhani den Weg zu einem Besuch in Deutschland finden möge. Der bilaterale Handel verzeichnete 2016 ein Wachstum von 20 Prozent und ihm wird weiterhin großes Potenzial bescheinigt. Dr. Treier verwies auf das „Iran Horizon“- Projekt, bei dem in deutsch-iranischer Kooperation 40 iranische Studierende in Deutschland ihren Hochschulabschluss machten.

 

Wegen der aktuellen Lage diskutierte man naturgemäß die weiterhin bestehenden Probleme bei den Themen Finanzierung, Zahlungsverkehr und Zahlungsabsicherung und sowohl Mitarbeiter von  Roland Berger GmbH als auch von Euler Hermes AG berichteten von den neuesten Erfahrungen und Möglichkeiten, Iran-Geschäfte über einzelne Banken abzuwickeln. Als großes Hindernis wurde jedoch eingeräumt, dass die deutschen Großbanken dazu nicht bereit sind. Trotzdem wurde von zahlreichen Projekten berichtet und die deutschen Unternehmer hörten sehr wohl den Appell, die Zeit zu nutzen, die einzelnen Märkte zu eruieren und sich über konkrete Standards, Zertifizierungen und den Bedarf in verschiedenen Branchen zu informieren. „Geduld haben“ heißt die Devise. Besonderes Augenmerk galt den kleinen und mittleren Unternehmen (KMU), Irans Mittelstand im Industrie- und (Energie-) Anlagenbau ist hochgradig interessiert an der Kooperation mit deutschen Unternehmen – dies gilt auch für den Bereich der Baumaschinen und Anlagen.

 

Sämtliche Teilnehmer der Podiumsdiskussionen waren iranische Unternehmer – Firmeneigentümer, Geschäftsführer und Direktoren. Die beiden Moderatoren – Philipp Andree vom DIHK und Amir Alizadeh von der AHK Iran stellten die richtigen Fragen. Im Verlauf der Diskussionen wurde klar, dass China und Südkorea weniger vorsichtig zu Werke gehen und große Projekte durchführen, wobei sie die komplette Finanzierung mitbringen. Trotzdem wurde immer wieder betont, dass die Iraner vor allem Qualität schätzen und man entsprechend kundenorientiert daher am liebsten mit deutschen Firmen kooperieren würde. Deutsche Unternehmen in Iran wie Siemens (in den letzten zwei Jahren wurde die Belegschaft in Iran verdoppelt), TÜV Nord (seit 1997 im Land, hat die Sanktionen überstanden und will auf jeden Fall in Iran bleiben) oder Roland Berger GmbH (will weitere Büros in Iran eröffnen und noch mehr Projekte durchführen) nennen bei ihren Strategien für die nächsten Jahre die Bedeutung der Stärkung der KMU und die Orientierung nach Europa. „Unser Herz schlägt für Europa und nicht für China oder Süd-Korea“, betonen die iranischen Unternehmer.

 

UNIDO sieht sich in der Rolle als Brücke zwischen iranischen und ausländischen Firmen. Die bisher praktizierte Zusammenarbeit mit der 1931 gegründeten Handelskammer in Isfahan (www.eccim.com) im Rahmen des „Subcontracting Partnership Exchange Center“ hat sich bewährt. Die Kammer stellte den Teilnehmern eine eigens für das Iran-Forum produzierte CD mit ausführlichen Informationen über Investitionsregularien, Investitionsmöglichkeiten, den Iranischen Kapitalmarkt, das iranische Steuersystem u. v. m. zur Verfügung.

 

Text und Fotos: Barbara Schumacher, Beiratsmitglied der Deutsch-Arabischen Gesellschaft   

 

   

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